Kerbl Arbeit und Sicherheit 2018

108 Wissenswertes über die Ladungssicherung mit Zurrgurten §§ 22 StVO: Verantwortlich für die Ladungssicherung ist nicht nur der Fahrer, auch der Belader und der Fahrzeughalter können zur Verantwortung herangezogen werden. Ein Fahrer ist verpflichtet, die Fahrt abzulehnen, wenn die Ladung nicht ausreichend gesichert ist! Sieben Grundregeln der Ladungssicherung: 1. Geeignetes Fahrzeug einsetzen 2. Zulässiges Gesamtgewicht und zulässige Achslasten nicht überschreiten, Mindestachslasten nicht unterschreiten 3. Schwerpunkt des Ladeguts nach Möglichkeit auf der Längsmittelebene, so niedrig wie möglich 4. Ladegut vor Verrutschen, Verrollen oder Herabfallen sichern 5. Geeignete Lademittel einsetzen 6. Ladegut nicht beschädigen 7. Geschwindigkeit dem Ladegut und den Straßen- und Verkehrsverhältnissen anpassen Wirkung der Gewichtskraft Beispiele für Zurrtechniken Niederzurren Schräg-/Diagonalzurren Anbringung der Zurrgurte: • Sicherung in alle Richtungen • Ladungssicherung ist immer notwendig, auch wenn Sie nur langsam fahren • Geeigneten Zurrgurt wählen • Zurrgurt auf Beschädigung prüfen • Zurrgurte dürfen nicht geknotet, gequetscht oder über scharfe Kanten gespannt werden. Zurrgurte müssen mit ihrer ganzen Breite tragen. Überwachung von Zurrgurten: • Zurrgurte sind vor jedem Einsatz auf augenfällige Mängel zu überprüfen und gegebenenfalls auszumustern • Mindestens einmal jährlich muss (von einem Sachverständigen) eine Prüfung auf die „Ablegereife“ durchgeführt werden. Der Zurrgurt muss danach ggf. entsorgt werden. • Zurrgurte müssen trocken und belüftet gegen Einwirkung von Witterung und aggressiven Stoffen geschützt gelagert werden • Zurrgurte dürfen nicht in der Nähe von Feuer oder anderen heißen Stellen (über 100°C) getrocknet werden • Die Instandhaltung von Zurrgurten darf nur vom Hersteller durchgeführt werden Ladungssicherung 1G 1G 1/2G 1/2G 1/2G

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