Kerbl Hobbyfarming 2018

19 Was du alles über Kaninchen wissen musst Kaninchen haben eine Reihe spezifischer Bedürfnisse, die du in jedem Fall kennen solltest, damit deine Tiere gesund und munter bleiben und sich bei dir wohl fühlen. Kaninchenhaltung Käfigausstattung: Platz ist aber nicht alles! Kaninchen brauchen eine abwechslungsreiche Käfiglandschaft mit Rückzugsmöglichkeiten (Häuschen) und erhöhten Liege- flächen, auf welchen die Tiere gerne ausgestreckt ruhen. Zusätzlich sollten weitere Versteckmöglichkeiten (z.B. Weidebrücken) angeboten werden, welche die Tiere auch erkunden und benagen können. Deine Kaninchen mögen viel Einstreu, damit sie zumindest ansatzweise gra- ben können. Als Einstreumaterial eignen sich Strohpellets, Maiskolbengranu- lat oder Hobelspäne. Verwende niemals Katzenstreu! Eine Raufe schützt das Futterheu vor Verunreinigungen. Für Kaninchen sollten nur Heuraufen mit einer Abdeckung verwendet werden, da die Tiere sonst in die Raufe springen und sich verletzten können. Käfigstandort: Kaninchen mögen es hell und luftig, vertragen aber keine Hitze. Der Käfig darf deshalb nicht in der prallen Sonne oder in unmittelbarer Nähe eines Heizkörpers aufgestellt werden. Die Wohlfühltemperatur liegt bei 15 bis 22 Grad. Aufsteigende Kälte und Zugluft sind schädlich und können deine Kaninchen krank machen. Außerdem sind Kaninchen als typische Fluchttiere schreckhaft und neigen zu Panikreaktionen, wenn jemand sich von oben über den Käfig beugt. Der Käfig sollte daher in einer Mindesthöhe von 60 cm aufgestellt werden. Obwohl Kaninchen gesellige Tiere sind und sehr zahm werden können, bedeuten Unruhe in Käfignähe (z.B. vorbeigehende Menschen) und Lärm für die Tiere Stress. Der Käfig sollte daher an einer ruhigen Stelle stehen; in der Nähe des Käfigs dürfen sich keine Lärmquellen (z.B. Hi-Fi-Anlagen, Fernsehgeräte oder lärmende Haustiere) befinden. Keine Einzelhaltung! Da Kaninchen und Meerschweinchen sehr gesellige Tiere sind, die in der freien Natur in Gruppen leben, ist es unbedingt notwendig, zwei (oder noch besser mehrere) Tiere anzuschaffen. Ein einzelnes Tier fühlt sich einsam und wird krank. Auch ein Meerschweinchen kann den Sozialkontakt zu Artgenossen nicht ersetzen! Am besten vertragen sich in der Regel weibliche Tiere, die aus demselben Wurf stammen. Da es trotzdem zu Unverträglichkeiten kommen kann, müssen die Tiere am Anfang ganz genau beobachtet werden. Männliche Tiere müssen unbedingt kastriert werden, einerseits um Rangkämpfe zu vermeiden und andererseits um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Achtung: Die Geschlechtsreife kann bei kleinen Rassen bereits ab der zehnten Lebenswoche eintreten! Platzangebot! Kaninchen sind sehr aktive und bewegungsfreudige Tiere, die ausreichend Platz benötigen, um sich wohl zu fühlen. Der Stall muss daher so groß wie möglich sein. Für zwei Zwergkaninchen (das sind Tiere, die in ausgewachse- nem Zustand nicht mehr als ca. 2 kg erreichen) sollte nach Möglichkeit der größte im Handel erhältliche Kleintierstall gewählt werden. Als Alternative besteht auch die Möglichkeit einen zweistöckigen Stall, bei dem die Stock- werke mit einer Rampe verbunden sind, zu verwenden. Im Handel werden auch Freigehege für drinnen und draußen angeboten, die an die geöffnete Kä g- bzw. Stalltüre angestellt werden können. Größeren Tieren muss entsprechend mehr Platz angeboten werden. Der Stall muss in jedem Fall so hoch sein, dass die Tiere sich aufrichten („Männchen machen“) und erhöhte Liege ächen nutzen können. Achten Sie bei der Auswahl der richtigen Größe auf die länderspezifischen Tierschutznormen.

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